Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der MEAG

Wir haben Hinweise zu Fällen erhalten, in denen die MEAG oder ihre Mitarbeiter in sozialen Medien für Betrugsversuche missbraucht worden sind bzw. werden. Dies kann über gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen sowie Apps geschehen. Bitte beachten Sie, dass die MEAG keine WhatsApp-Chats betreibt und auch sonst keine sozialen Medien nutzt, in denen Anlagetipps o.ä. angeboten werden.

Sollten Sie Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, in denen Sie im Namen der MEAG aufgefordert werden, persönliche Daten preiszugeben, Anlagetipps zu befolgen oder Zahlungen zu leisten, gehen Sie bitte nicht darauf ein. Melden Sie bitte zweifelhafte Aktivitäten an info@meag.com.

Märkte & Trends 05/2026

Fokus-Thema:
Sell in May and go away?

Sell in May and go away?

Märkte im Überblick

 

Kapitalmarktindizes 20.4.2026* + / - Ultimo Vormonat  + / - Jahresbeginn

Aktien Deutschland (DAX®)

24.417,80 +10,38% -0,30%

Aktien Europa (EURO STOXX® 50)

5.982,63 +10,11% +3,30%

Aktien USA (S&P 500 COMPOSITE) (PRICE INDEX)

7.109,14 +9,52% +3,85%

Aktien Welt (MSCI WORLD) $ (PRICE INDEX)

4.635,56 +9,57% +4,63%

Umlaufrendite Anleihen Deutschland 9-10 Jahre*

+3,00% -0,10% -0,10%
Währung Euro/US-Dollar 1,18 +2,33% +0,23%

*Bei der 9-10Y Umlaufrendite ist der aktuellste Stand der Vormonat (15.03.2026); bzw. seit Jahresanfang der Wert zur Mitte des Vormonats; d.h. Mitte Dezember 2025

Quelle: Refinitiv, Werte seit Jahresbeginn und zur letzten Monatsmitte in Prozent.

DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG

EURO STOXX® ist eine eingetragene Marke von STOXX Limited

Anlageklassen im Überblick

Die geopolitischen Spannungen, insbesondere die Blockade der Straße von Hormus, sind weiterhin dominante Faktoren für die Märkte. Die daraus resultierenden Angebotsengpässe bei Energie wirken inflationsfördernd und belasten Wachstumsperspektiven – insbesondere in Europa und Asien. Eine gezielte Selektion gewinnt an Bedeutung.

Anlageklassen  Kommentar
Aktien

Trotz der Spannungen zeigen sich die Märkte widerstandsfähig. Während die USA von der Dominanz der US-Tech-Werte und einer starken Wirtschaft profitiert, leidet Europa unter hohen Energiekosten. Gefragt sind aktuell vor allem defensivere Branchen wie Banken und Versorger, während die Industrie unter Druck bleibt.

Anleihen

Höhere Energiepreise treiben die Inflation, weshalb schnelle Zinssenkungen vorerst vom Tisch sind. Die Renditen für Staatsanleihen sind daher wieder gestiegen, insbesondere in den USA. Wir setzen auf stabile Zinseinkünfte und sehen Chancen bei Anleihen von Energie-Exportländern aus den Schwellenländern. Trotz der Risiken bleiben die Aufschläge an den Kreditmärkten auffallend niedrig.

Alternatives

Rohstoffe bleiben das Zentrum der Marktbewegungen. Da die Blockade der Straße von Hormus die globale Versorgung mit Energie und Düngemitteln massiv stört, festigt sich die Volatilität auf hohem Preisniveau. Gold behauptet seine Rolle als strategischer Diversifikator. Insgesamt bleiben Rohstoffe ein zentraler Absicherungsbaustein gegen geopolitische und inflationäre Risiken.

Liquidität

Die aktuelle Marktlage erfordert Flexibilität, da potenzielle Wendepunkte – sowohl in Richtung Eskalation als auch Deeskalation – kurzfristig starke Marktbewegungen auslösen können. Entsprechend bleibt eine gewisse Liquiditätsreserve sinnvoll, um selektiv Chancen nutzen zu können, ohne dauerhaft auf Rendite zu verzichten.

Expertenmeinung: Zwischen Geopolitik und Inflation

Expertenmeinung: Zwischen Geopolitik und Inflation

Stefan Amenda, Leiter Aktien & Multi Asset

Wer die Lage im Iran beobachtet, erkennt ein wiederkehrendes Muster. Die US-Regierung tritt immer dann die Bremse, wenn eine Eskalation unmittelbar bevorsteht. Das sorgt für ein Aufatmen an den Märkten. Die Bilanz seit Jahresbeginn zeigt: Die Lage ist zwar angespannt, aber weit entfernt von einem dramatischen Crash. Wie sollten Anleger in einem solchen Umfeld reagieren? Stefan Amenda, Leiter Aktien und Multi Asset MEAG, ordnet die Lage ein.

An der Börse heißt es oft: „Politische Börsen haben kurze Beine.“ Doch mit dem Iran-Konflikt drohen nun eine Ölkrise und anhaltende Inflation. Müssen Anleger sich auf ein dauerhaft schwieriges Umfeld einstellen.

Tatsächlich beobachten wir derzeit ein Tauziehen der Kräfte. Einerseits beruhigen sich die Märkte oft schnell, sobald die diplomatischen Bemühungen – insbesondere der US-Administration – greifen. Die Kursentwicklung seit Jahresbeginn deutet darauf hin, dass die Lage zwar angespannt, aber bisher nicht dramatisch ist. Andererseits wachsen die strukturellen Sorgen um das Wachstum und die Energiepreise. Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge.

Sie erwähnen die USA. Wie schätzen Sie deren Spielraum ein? Inwieweit ist Washington aktuell bemüht, eine weitere Eskalation zu begrenzen?

Genau das ist der entscheidende Punkt. Die US-Regierung signalisiert deutlich, dass sie nicht bereit ist, jeden Preis für ihre Ziele zu zahlen. Sobald die Kosten – ob menschlich, finanziell oder durch explodierende Ölpreise – unkalkulierbar werden, schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung. An diesem Punkt entstehen meist Verhandlungsspielräume. Eine Unterbrechung der Kampfhandlungen wäre dann der erste Schritt auf einem langen Weg zu einer neuen Ordnung. Ein deutlicher und breiter Markteinbruch ist aus heutiger Sicht daher eher unwahrscheinlich.

Dennoch bleibt Öl teuer und die Inflation hoch. Die Zentralbanken stehen unter Zugzwang. Ist das Szenario für die Wirtschaft noch beherrschbar?

Wir rechnen zwar nicht mit einem massiven Energieschock, aber die Ölpreise dürften auf einem vergleichsweise hohen Niveau bleiben. Die Inflation ist bereits erhöht, die Zentralbanken werden darauf zumindest teilweise reagieren. Aber: Das Szenario ist nicht existenziell bedrohlich. Die Weltwirtschaft hat aus Krisen wie der Pandemie gelernt und ist heute deutlich widerstandsfähiger. Die Märkte trauen Wirtschaft und Gesellschaft zu, mit diesen Belastungen umzugehen.

Was bedeutet das konkret für die Anlagestrategie? Wie behalten Anleger in dieser Volatilität die Nerven?

Wer langfristig und regelmäßig investiert, profitiert vom Cost-Average-Effekt: Bei niedrigen Kursen werden automatisch mehr Anteile erworben, bei hohen Kursen weniger – ein antizyklischer Mechanismus, der langfristig eine solide Grundlage für Anlageerfolg schaffen kann.

Rechtlicher Hinweis:

Die rechtlichen Hinweise zu den einzelnen Investmentfonds entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt/Fondsporträt. Lesen Sie dazu bitte auch die allgemeinen Rechtlichen Hinweise. Geäußerte Prognosen oder Erwartungen sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen Entwicklungen können hiervon wesentlich abweichen. MEAG behält sich Änderungen der geschilderten Einschätzungen vor und ist nicht verpflichtet, diese Unterlage zu aktualisieren. Wertentwicklungen und Auszeichnungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen und Auszeichnungen.