Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der MEAG

Wir haben Hinweise zu Fällen erhalten, in denen die MEAG oder ihre Mitarbeiter in sozialen Medien für Betrugsversuche missbraucht worden sind bzw. werden. Dies kann über gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen sowie Apps geschehen. Bitte beachten Sie, dass die MEAG keine WhatsApp-Chats betreibt und auch sonst keine sozialen Medien nutzt, in denen Anlagetipps o.ä. angeboten werden.

Sollten Sie Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, in denen Sie im Namen der MEAG aufgefordert werden, persönliche Daten preiszugeben, Anlagetipps zu befolgen oder Zahlungen zu leisten, gehen Sie bitte nicht darauf ein. Melden Sie bitte zweifelhafte Aktivitäten an info@meag.com.

Märkte & Trends 09/2026

Fokus-Thema:
Warum Anleihen wieder mehr Ertragspotenzial bieten.

Warum Anleihen wieder mehr Ertragspotenzial bieten.

Märkte im Überblick

 

Kapitalmarktindizes 21.9.2026* + / - Ultimo Vormonat  + / - Jahresbeginn

Aktien Deutschland (DAX®)

25.575,01 -2,15% +4,43%

Aktien Europa (EURO STOXX® 50)

6.318,20 -2,23% +9,10%

Aktien USA (S&P 500 COMPOSITE) (PRICE INDEX)

7.764,70 +1,18% +13,43%

Aktien Welt (MSCI WORLD) $ (PRICE INDEX)

4.977,90 +0,16% +12,36%

Umlaufrendite Anleihen Deutschland 9-10 Jahre*

3,20 +0,10% +0,30%
Währung Euro/US-Dollar 1,15 +1,71% -2,31%

*Bei der 9-10Y Umlaufrendite ist der aktuellste Stand der Vormonat (15.08.2026); bzw. seit Jahresanfang der Wert zur Mitte des Vormonats; d.h. Mitte Dezember 2025

Quelle: Refinitiv, Werte seit Jahresbeginn und zur letzten Monatsmitte in Prozent.

DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG

EURO STOXX® ist eine eingetragene Marke von STOXX Limited

Anlageklassen im Überblick

Geopolitische Risiken, höhere Energiepreise und der KI-Investitionsboom prägen derzeit das Marktumfeld. Die Weltwirtschaft zeigte sich trotz der Konflikte im Nahen Osten bislang widerstandsfähig, unterstützt durch robuste Unternehmensgewinne und umfangreiche Investitionen rund um künstliche Intelligenz. Gleichzeitig sorgen steigende Energiepreise, sinkende Öl- und Gasreserven sowie höhere Staatsdefizite für Inflationsdruck. Zentralbanken agieren wieder vorsichtiger, während die Märkte zwischen stabilem Wachstum und dem Risiko eines energiebedingten Angebotsschocks abwägen.

Anlageklassen  Kommentar
Aktien

Aktien entwickelten sich bislang positiv – trotz geopolitischer Spannungen, höheren Ölpreisen und steigenden Zinsen. Robuste Gewinnentwicklungen und hohe Investitionen in KI-Infrastruktur treiben in den USA die Erwartungen an. Europa profitiert ebenfalls von guten Aussichten, ist jedoch stärker von den Entwicklungen in Nahost betroffen. Bewertungen bleiben erhöht, wodurch die Märkte anfälliger für Rückschläge durch geopolitische Risiken oder Energieengpässe werden

Anleihen

Anleihemärkte stehen unter Druck durch anhaltende Inflation, höhere Staatsdefizite und steigende Renditen. Zentralbanken haben Zinssenkungen verschoben oder ihre Haltung wieder gestrafft, was besonders längere Laufzeiten belastet. Bei Unternehmensanleihen wirken starke Gewinne und stabile Bilanzen unterstützend. Die Risikoaufschläge sind im historischen Vergleich eng, die gestiegenen Gesamtrenditen erhöhen jedoch die Attraktivität laufender Erträge. 

Alternatives

Rohstoffe profitieren von den angespannten Energiemärkten und den anhaltenden Risiken rund um wichtige Transportwege und Förderregionen. Öl- und Gaslagerbestände gehen zurück, während ein kalter Winter zusätzliche Belastungen verursachen könnte. Insgesamt stehen alternative Anlagen weiterhin im Spannungsfeld zwischen geopolitischen Risiken, Inflationsdruck und der Suche nach attraktiven laufenden Erträgen.

Liquidität

Liquiditätsanlagen profitieren vom weiterhin höheren Zinsniveau, da eine Rückkehr zum früheren Niedrigzinsumfeld derzeit nicht erwartet wird. Gleichzeitig bleiben geopolitische Unsicherheiten, steigende Energiepreise und schwankende Kapitalmärkte wichtige Faktoren. Daher behalten kurzfristige Anlagen ihre Rolle als Stabilitätsanker und bieten Flexibilität in einem insgesamt volatilen Marktumfeld.

Expertenmeinung: Mehr Möglichkeiten für individuelle Ziele.

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Stefan Amenda, Leiter Aktien & Multi Asset

Anleihen bieten wieder deutlich höhere Renditen, während sich viele Aktienmärkte zeitgleich auf hohen Bewertungsniveaus bewegen. Damit rückt eine Frage in den Fokus, die während der Niedrigzinsphase an Bedeutung verloren hatte: Wie lassen sich Aktien und Anleihen heute sinnvoll im Portfolio miteinander kombinieren? Im Interview ordnet Stefan Amenda, Leiter Aktien und Multi Asset MEAG, das aktuelle Umfeld ein.

Wie wirkt sich das höhere Zinsniveau auf die klassische Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen aus?

Anleger haben heute wieder mehr Auswahlmöglichkeiten. Während der Niedrigzinsphase mussten sie für höhere Erträge häufig ein größeres Risiko eingehen. Heute können Anleihen wieder spürbare, laufende Erträge bieten. Dennoch bleiben Aktien ein wichtiger Baustein, um langfristig von positiven Unternehmensentwicklungen und Wirtschaftswachstum zu profitieren. Es geht daher weniger um ein Entweder-oder als um die passende Kombination beider Anlageklassen.

Was bedeutet das konkret für Aktien?

Höhere Zinsen und Anleiherenditen verändern die Bewertungsmaßstäbe an den Kapitalmärkten. Wenn Anleihen wieder attraktive laufende Erträge bieten, stehen sie stärker im Wettbewerb mit Aktien. Für Unternehmen wird es damit noch wichtiger, Wachstum in steigende Gewinne und verlässliche Zahlungsströme zu übersetzen.

Gleichzeitig eröffnen langfristige Trends wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz und umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur erhebliche Chancen. In diesem Umfeld kommt es besonders darauf an, Unternehmen mit überzeugenden Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen und guten langfristigen Wachstumsperspektiven auszuwählen.

Welche Rolle spielt dabei die Zinsentscheidung der EZB vom 10. September?

Eine einzelne Zinsentscheidung verändert nicht automatisch die langfristige Ausrichtung eines Portfolios. Wichtiger sind die Signale der Notenbank für den weiteren geldpolitischen Kurs sowie die Entwicklung von Inflation und Konjunktur. Daraus ergeben sich wichtige Impulse für Aktien und Anleihen, die je nach Marktumfeld unterschiedlich ausfallen können.

Ist Diversifikation damit wieder wichtiger geworden?

Diversifikation war schon immer ein wichtiger Grundsatz der Geldanlage. Die Voraussetzungen dafür haben sich jedoch verändert. Da Anleihen wieder höhere laufende Erträge bieten, können sie ihre Rolle als Ergänzung zu Aktien stärker ausfüllen.

Zugleich werden beide Anlageklassen von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem die Zins- und Inflationsentwicklung, die Konjunktur sowie die Gewinne der Unternehmen. Eine breite Aufstellung kann Anlegern dabei helfen, verschiedene Marktphasen und Ertragsquellen im Portfolio abzubilden.

Was sollten Anleger aus dem aktuellen Umfeld mitnehmen?

Nicht jede Marktbewegung verlangt eine grundlegende Änderung der Strategie. Entscheidend bleiben die persönlichen Anlageziele, die individuelle Risikobereitschaft und der jeweilige Anlagehorizont.

Das höhere Zinsniveau erweitert jedoch die Möglichkeiten der Portfoliogestaltung. Aktien und Anleihen können wieder klarer unterschiedliche Aufgaben übernehmen: Aktien eröffnen langfristige Wachstumschancen, während Anleihen regelmäßige Erträge beisteuern und das Portfolio breiter aufstellen können. Entscheidend ist eine auf die persönlichen Ziele abgestimmte Kombination.

Fazit

Höhere Zinsen verändern nicht die Prinzipien der Geldanlage, sondern eröffnen neue Möglichkeiten im Portfolio. Aktien sichern langfristige Wachstumschancen, während Anleihen wieder verlässliche laufende Erträge und Ausgewogenheit beisteuern. Entscheidend ist die passende Balance zwischen beiden Anlageklassen.

Rechtlicher Hinweis:

Die rechtlichen Hinweise zu den einzelnen Investmentfonds entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt/Fondsporträt. Lesen Sie dazu bitte auch die allgemeinen Rechtlichen Hinweise. Geäußerte Prognosen oder Erwartungen sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen Entwicklungen können hiervon wesentlich abweichen. MEAG behält sich Änderungen der geschilderten Einschätzungen vor und ist nicht verpflichtet, diese Unterlage zu aktualisieren. Wertentwicklungen und Auszeichnungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen und Auszeichnungen.

 

 

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